Allgemeines
MESSMA-Lofts Bauteile 1-4
BAUBESCHREIBUNG und AUSSTATTUNGSLISTE
Das von der Schönebecker Straße, der Bleckenburgstraße und der Benediktiner Straße begrenzte Gelände des ehemaligen Messgerätewerkes „Erich Weinert“ vormals „Schäffer & Budenberg“, Schönebecker Strasse 124, ist derzeit das größte unsanierte Areal im nördlichen Buckau Magdeburgs. Durch seine prägnante städtebauliche Lage in Buckau und seine dichte industrielle Bebauung, stellt dieses Gelände eine das Stadtbild dominant prägende Bausubstanz dar. Die Unverwechselbarkeit der industriellen Ziegelsteinbauten mit dem Industrieschornstein als klassisches Überbleibsel aus dem Industrie-Zeitalter insgesamt und der fabrikbautypischen Gestaltungsmerkmale im Besonderen ergibt sich aus der gründerzeittypischen Industrie-Architektur. Daher ist dieses einmalige Ensemble als Dokument gebauter Zeitgeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts erhaltenswert. Die denkmalgerechte Sanierung des Gebäudekomplexes ist ein städtebauliches Anliegen von hohem Rang, da hierdurch die besondere Eigenart dieser Bereiche und ihre prägende Bedeutung für das Stadtbild bewahrt, erneuert und entwickelt werden kann. Die Investoren planen umfangreiche Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen, so u. a. die denkmalgerechte Sanierung der Fassade, um den historischen Stadtraum unverfälscht und in seiner Baugeschichte erfahrbar zu präsentieren. Die noch vorhandene Bausubstanz soll weitgehend erhalten bleiben. Schäden werden material-, werk- und formgerecht korrigiert. Auf dem Gelände befinden sich derzeit 4 Hauptgebäude und zahlreiche Nebengebäude verschiedener Bauepochen, auf die im Weiteren eingegangen wird. Die Nutzung dieser Gebäude veränderte sich im Laufe der Zeit häufig. Jedoch sind seit der Abwicklung der Liquidation im Jahr 1994 alle Gebäude ungenutzt.
Beschreibung der Bestandsgebäude
Die Hauptgebäude (1- 4), die das Straßenbild prägen, bilden die Hauptbebauung des Objektes. Sie sind denkmalrechtlich geschützt. Untereinander sind sie durch Treppenhauskerne miteinander verbunden. Nachfolgend werden diese Gebäude erläutert.
Gebäude 1
Nach Aufhebung der „Verordnung für das Vorraumschussfeld der Festungsanlagen“ um 1880 wurde auf dem Gelände der Firma Schäffer & Budenberg mit dem Bau massiver Gebäude aus Ziegelmauerwerk begonnen. Aus dieser Zeit stammt das sechsgeschossige, denkmalgeschützte Gebäude 1 aus rotem Ziegelmauerwerk. In ihm waren die Produktionsstätten des Manometerbaus und der Instrumentenproduktion untergebracht. Mit einer Länge von etwa 57 m und einer Breite von 10 m, sowie einer Gebäudehöhe von 27 m prägt es noch heute dominant den Stadtraum der Buckaus. Durch den starken Geländeabfall ist in diesem Gebäude ein Souterraingeschoss vorhanden. In fünf der sechs Etagen wird die Kappendeckenkonstruktion von einem längslaufenden Stahlträger auf 10 Stahlgussstützen getragen. Das Pultdach (Ebene +4) ist eine Konstruktion aus Bretterschalung, unterseitiger Rohrschilfverkleidung und Pfetten. Die rote Klinkerfassade im Osten wird durch dominante vierflüglige Fenster mit Flachbogen und mittig gelegener Stahlgussstütze gegliedert. Die westliche Fassade wurden nachträglich im Zuge der Errichtung von Gebäude 2 dessen Erscheinungsbild angeglichen und verputzt. Die zuvor geschlossenen Fassaden erhielten Fensteröffnungen. Im Kopfbau (Südgiebel) wurden ebenfalls Umbaumaßnahmen durchgeführt. Zunächst wurden hier die Büroräume der Geschäftsleitung untergebracht. Ziel war es, an dieser Stelle ein Treppenhaus entsprechend den damaligen Brandschutzanforderungen zu errichten und dem Firmensitz in Buckau nach außen ein markantes Erscheinungsbild zu geben. Der ca. 15,50 m lange und 10 m Breite Gebäudeteil wurde mit seiner verputzten Ziegelmauerwerkfassade und der südlich ausgerichteten Giebelseite optisch an das Gebäude 2 angeglichen. So wurden die ursprünglichen miniaturisierten Treppentürme (im Stil der englischen Neugotik) rückgebaut. Des Weiteren wurden die Rundbogenfenster durch rechteckige ersetzt. Die Treppe besteht aus einer massiven Konstruktion mit Holzbohlenbelag und Holzgeländer. Ein Lastenaufzug wurde seitlich am Treppenhaus angeordnet.
Gebäude 2
Dieses denkmalgeschützte Gebäude aus dem Jahr 1939 diente der Instrumentenproduktion sowie als Küche, Lager und Bürofläche. Das nord-süd ausgerichtete, siebengeschossige Gebäude, errichtet als Stahlbetonskelettbau mit Mauerwerksausfachungen, ist ein Zeugnis monumentaler „Architektur des Nationalsozialismus“, dessen Vorbild die gleichfalls monumentale griechische Säulenordnung ist. Alle Fassaden wurden verputzt ausgeführt. Das Gebäude wurde mit einer Höhe von 24 m, einer Breite von 16 m und einer Länge von 60 m an das bestehende Hauptgebäude 1 angebaut. Das Kellergeschoss, Ebene -2, befindet sich gänzlich unter Erdniveau. Die Ebene -1 ist zum Teil ebenerdig erschlossen. Dem Hauptbaukörper vorgelagert befinden sich zwei Treppenhäuser mit 2 Lastenaufzügen und einem Paternoster. Die Anbauten der Lastenaufzüge sind aus der Zeit um 1960 und gehören somit nicht zum ursprünglichen Skelettbau. Das Gebäude ist längs durch 20 dominante Stahlbetonstützen im Hauptraster von 3 Metern, in der Breite durch 4 Stützen gegliedert.
Gebäude 3
Der denkmalgeschützte sechsgeschossige, nord-süd orientierte rote Mauerwerksbau wurde ebenso wie Gebäudeteil 1 um 1896 errichtet. Das Gebäude bildet den dritten großen Flügel der Kernbebauung auf dem ehemaligen Werksgelände. Hier waren die Produktion, die Galvanik und Lagerflächen untergebracht. Auch in seiner baulichen Konstruktion gleicht es dem Gebäude 1. So tragen 5 Stahlgussstützen einen längslaufenden Stahlträger, der die Kappendecke mit einer Feldbreite von 1 m x 5 m trägt. Die Gebäudehöhe beträgt 27 m, die Breite 10 m und die Länge 43 m. Die Erschließung des Gebäudes erfolgt westlich über das Treppenhaus von Gebäude 2 und östlich durch ein internes Treppenhaus. Dieses Treppenhaus dient gleichzeitig zur Erschließung von Gebäude 4. Beide Treppenhäuser sind in Massivbauweise errichtet, wobei das Westtreppenhaus mit Holzstufen und Holzgeländer ausgeführt worden ist. Die Dachkonstruktion wurde in Form eines Pultdaches ausgeführt. Der Ebenenversatz von ca. 30 cm zum Gebäude 2 wird mittels Rampen überbrückt. Die Fensterfronten nach Süden, Osten und Westen unterscheiden sich in ihrer Ausführung. Teilweise wurden die Fensteröffnungen geschlossen. In Ebene -1 führt eine offene Durchfahrt von 3.40 m Höhe und 4.20 m Breite zum Innenhof.
Gebäude 4
In dem um etwa 1875 errichteten denkmalgeschützten dreigeschossigen Gebäude aus rotem Ziegelmauerwerk befanden sich der Manometerbau, eine Schlosserei, die Lackiererei und weitere Büroflächen. Die hölzerne Pultdachkonstruktion bildet den baulichen Abschluss des 13.5 m hohen Gebäudes. Da dieser Gebäudeteil kein eigenständiges Treppenhaus besitzt, ist die Erschließung der oberen Ebenen 0 bis +1 nur über die Flure von Gebäude 3 möglich.
Konzept der Quartiersentwicklung
Zukünftig werden die Hauptgebäude zu Gewerbe- und zu Wohnzwecken umgenutzt. In allen Gebäudeteilen werden in den unteren Ebenen Kellerräume und Technikflächen untergebracht. Ab Geländeniveau sind Gewerbeeinheiten in Form von Großraumbüros geplant, welche vom Nutzer individuell gestaltet werden können und mit Sanitärinseln ausgestattet werden. Alle Obergeschosse bleiben den Loftwohnungen vorbehalten. Jeder Wohnung ist ein Balkon zugehörig. Den zweigeschossigen Penthousewohnungen sind Dachterrassen vorgelagert. Die Hauptausrichtung der Penthouseebene der elbseitig verlaufenden Gebäude ist hinsichtlich des unverbaubaren Elbblicks nordsüdlich orientiert. Zur Bereitstellung von PKW-Stellplätzen werden auf dem Gelände zwei Parkdecks mit jeweils 2 Ebenen errichtet. Voraussichtlich werden hier insgesamt ca.180 Stellplätze für die Wohnungen und Gewerbeeinheiten realisiert. Weitere Stellplätze werden entlang der nördlichen Erschließungsstraße des Quartiers angeordnet. Eine attraktive Gestaltung der Grünflächen ist selbstverständlicher Bestandteil der Quartiersaufwertung. So sind Aufenthalts- und Spielbereiche der Bewohner als ganzheitliches Freianlagenkonzept geplant. Das gesamte Areal wird eingefriedet und erhält eine nutzerbezogene Zugangsbegrenzung. Die Dachflächen der neuen Penthouseebenen dienen als Platzhalter für die innovative Gebäudetechnik, wie z. B. Solaranlagen.
Loftwohnen
Die Lofts sollen dem industriellen Charakter des Quartiers Rechung tragen und gleichzeitig modernen Wohnansprüchen wie Einfachheit, Großzügigkeit und Einzigartigkeit gerecht werden. Auf Grund der vorhandenen Geschosshöhen werden die Wohnungen bereichsweise durch den Einbau von Zwischendecken auf zwei Wohnebenen erweitert. Die Erschließung dieser Wohnebenen erfolgt über wohnungsinterne Treppen. Somit betragen die Raumhöhen in den Wohnbereichen ca. 4.80 m und unterhalb der Wohnebenen in den Nebenräumen wie Küche und Bad ca. 2.20 m. Die Loftwohnungen erhalten verschiedene Ausstattungsoptionen in hochwertiger Wohnqualität.
Barrierearmes Wohnen
Der Bereitstellung barrierearmen Wohnraumes wird gerade in der heutigen Zeit eine zunehmende Bedeutung beigemessen. Der steigende Altersdurchschnitt der Bevölkerung und die gleichsam steigende Nachfrage nach barrierefrei nutzbaren Wohnungen mit gleichzeitig hoher Wohnqualität unterstreicht diese Tendenz. Mit der Umsetzung dieses Projektes unter den Gesichtspunkten des barrierearmen Wohnens soll dem entscheidenden Vorteil Rechnung getragen werden, dass es eine von vornherein barrierearme Wohnung dem Bewohner ermöglicht, über einen sehr langen Zeitraum eigenständig und weitestgehend selbstständig in seiner eigenen Wohnung leben zu können. Das mögliche Auftreten von Behinderungen und altersbedingten Einschränkungen zwingt nicht zum Umzug in eine andere Wohnung oder gar in ein Heim. Um den Anforderungen an das barrierearmen Wohnen gerecht zu werden, sind bei der Planung diverse Parameter in Anlehnung an die DIN 18025 Teil 2 berücksichtigt. So wird neben den Bewegungsflächen und der schwellenlosen Erreichbarkeit der Räume innerhalb der Wohnung auch das Wohnumfeld betrachten.
Stufenlose Erreichbarkeit
Alle Hauseingänge und Wohnebenen werden stufenlos ausgebildet. Ebenso werden alle Wohnungen und die gemeinschaftlichen Einrichtungen der Wohnanlage mittels Aufzügen erschlossen. Die Aufzüge werden mit entsprechenden Maßen und Einrichtung gem. DIN 18 025 Teil 2 ausgeführt. Die Bewegungsfläche vor den Fahrschachttüren wird ebenso dinggerecht vorgehalten. Auch alle notwendigen Rampen richten sich in ihrer Ausführung nach den Vorgaben der DIN 18 025 Teil 2. Die unteren Türanschläge und –schwellen werden auf ein technisch mögliches Minimum von max. 2 cm reduziert. Innerhalb der Wohneinheiten ist zur barrierearmen Begehbarkeit der 2. Wohnebene die interne Wohnungstreppe so ausgeführt, dass der nachträgliche Einbau eines Treppenliftes möglich ist.
Außenwände / Wohnungstrennwände
Die Außenwände von Gebäude 2 bestehen aus solidem Vollziegelmauerwerk und tragenden Stahlbetonstützen und -riegeln. Diese werden nach den Anforderungen des Wärmeschutzes von außen gedämmt, verputzt und gestrichen. Innenseitig werden die Außenwände ebenfalls gespachtelt bzw. neu verputzt und gestrichen. Die Gebäude 1, 3 und 4 wurden größtenteils in Sichtmauerwerk erstellt. Diese denkmalgeschützten Fassaden werden fachgerecht gereinigt und saniert. Innenseitig werden die Außenwände der Wohnungen nach den Anforderungen des Wärmeschutzes unter Beachtung bauphysikalischer Belange gedämmt, verputzt und gestrichen. Sollten sich an den Putzoberflächen Haarrisse abzeichnen, stellen diese keinen baulichen Mangel dar. Die Wohnungstrennwände werden aus Mauerwerk oder in Trockenbauweise (Metallständerwände mit Gipskartonbeplankung) nach den schallschutztechnischen Erfordernissen neu hergestellt und gleichfalls verputzt oder gespachtelt und gestrichen.
Kellerebene -2 (Gebäude 2)
Die Kellerebene -2 des Gebäudes 2 unterliegt künftig keiner Nutzung. Hier sind keine relevanten baulichen Maßnahmen geplant.
Nichttragende lnnenwände
Die neuen Trennwände innerhalb der Wohnungen werden in Trockenbauweise malerfertig hergestellt (Metallständerwände mit Gipskartonbeplankung) und erhalten einen Farbanstrich. Sollten sich an den Putzoberflächen Haarrisse abzeichnen, stellen diese keinen baulichen Mangel dar.
Kellerabstellräume / Kellerwände
Die Abstellräume und Fahrradboxen im Kellergeschoss werden durch geeignete Trennsysteme unterteilt. Die bestehenden Kellerwände bleiben weitestgehend in ihrer ursprünglichen Erscheinung erhalten und werden weiß gestrichen.
Keller – und Geschossdecken
Die Kellerdecken werden gesäubert und weiß gestrichen. Sämtliche Geschossdecken werden gemäß den Anforderungen der Statik und des Brandschutzes sowie des Schallschutzes durch geeignete Maßnahmen ertüchtigt.
Dachaufbauten - Penthouse
Die neuen Dachaufbauten werden in Massivbauweise errichtet und mit Wärmedämmung gemäß Wärmeschutznachweis versehen.
Oberflächen (Wand/Decke)
Die massiven Mauerwerkswände in den Wohngeschossen werden von innen neu verputzt, mit Raufasertapete beschichtet und gestrichen. Die neuen Trockenbauwände werden ebenfalls malerfertig gespachtelt, mit Raufasertapete beschichtet und gestrichen. Gleiches gilt für die Decken in den Wohngeschossen. Die Decken und Wände der Treppenhäuser werden malerfertig gespachtelt und gestrichen. Die Bäder werden türzargenhoch und umlaufend gefliest. Die Verfugung erfolgt passend zu der gewählten Fliesenfarbe. Die restlichen Wandflächen des Bades werden malerfertig gespachtelt, mit Raufasertapete beschichtet und gestrichen.
Fußbodenaufbau und Bodenbeläge
Auf den massiven Geschossdecken wird ein schwimmender Zementestrichboden mit Trittschalldämmung ausgeführt. Als Oberbelag wird ein Industrielamellen-Parkett aus Massivholz (Eiche) verlegt. Alle öffentlichen Flure erhalten einen geeigneten verschleißfesten Bodenbelag. Die Oberflächen der Treppenläufe und –podeste der Bestandstreppenhäuser werden fachgerecht aufgearbeitet.
Wohnräume / Aufenthaltsräume
In den Wohnräumen wird als Bodenbelag ein Industrielamellen-Parkett aus Massivholz (Eiche) verlegt. Die Wandflächen innerhalb der Wohnräume werden malerfertig gespachtelt bzw. geputzt und erhalten einen Farbanstrich. Sollten sich an den Putzoberflächen Haarrisse abzeichnen, stellen diese keinen baulichen Mangel dar.
2. Wohnebene
Die 2. Wohnebenen werden als Stahl- Holz- bzw. Holzkonstruktion ausgeführt.
Bäder
Die Ausstattung der Bäder in den Loftwohnungen beinhaltet eine bodengleiche Dusche, je nach Badgröße und Planung eine Stahl-Badewanne, ein Wandtiefspülklosett, einen Keramikwaschtisch als jeweils deutsches Markenfabrikat. Die Mischbatterien, Handbrausen mit Wandhaltern, Ablaufgarnituren und Eckventile werden gestalterisch aufeinander abgestimmt. Die Armaturen sind ebenfalls deutsche Markenfabrikate. In einigen größeren Wohneinheiten ist ein Gäste-WC geplant. Dieses wird wie vor beschrieben mit WC und einem Keramik-Waschtisch ausgestattet. Die Wände werden mit Fliesen türzargenhoch gefliest. Einige Wandflächen werden als Putzfläche farbig gestaltet. Die Fußböden in den Bädern und Gäste-WC’s werden ebenfalls gefliest.
Küchen
Die Küchen erhalten eine Grundinstallation für Elektro-, Kalt- und Warmwasser. Über der Arbeitsplatte wird ein ca. 3 m langer und 60 cm hoher Fliesenspiegel angeordnet. Die Fußböden in den Küchen werden gefliest. In den Küchen der Normalgeschosse ist nur der Betrieb von Umlufthauben möglich. In der Penthouse-Ebene ist in den Küchen ein Dunstabzug über Dach als Käuferwunsch realisierbar.
Dachterrassen/Balkone
Die Dachterrassen werden mit Betonplatten belegt. Die Geländer bestehen aus Vertikalstäben, die von einem Ober- und Untergurt gehalten werden. Als Windschutz wird innenseitig eine transparente Sicherheitsverglasung montiert. Die Balkone werden ebenfalls als feuerverzinkte Stahlkonstruktion gefertigt. Sie erhalten eine geschlossene, nicht transparente Brüstung und Betonplatten als Bodenbelag.
Fassadenarbeiten
Die denkmalgeschützten Fassaden werden fachgerecht gereinigt und saniert. Noch vorhandene Originalmaterialien sollen möglichst erhalten bleiben. Schäden werden material-, werk- und formgerecht repariert. Die Ausführung eines Wärmedämmverbundsystems im Bereich der Putzfassaden erfolgt in Abstimmung mit dem Denkmalschutz und nach Anforderungen der Wärmeschutzverordnung.
Treppenhaus, wohnungsinterne Treppen, wohnungsinterne Aufzüge
In den Treppenhäusern der Gebäude werden die vorhandenen Stufen fachgerecht aufgearbeitet. Die vorhandenen Geländer werden aufgearbeitet bzw. erneuert. Die Wände der Haupttreppenhäuser werden mit einem geeigneten Farbanstrich versehen. Die Loftwohnungen erhalten Stahltreppen, die mit Holz-Tritt- und Setzstufen belegt werden. Die Geländer werden als Stabgeländer aus Stahl (grundiert und lackiert) ausgeführt. In den zweigeschossigen Penthousewohnungen von Gebäude 2 besteht die Möglichkeit, gegen Aufpreis einen wohnungsinternen Aufzug mit einem Kabinenmaß von ca. 1m x 1,3m zu integrieren.
Fenster, Fenstertüren, Fensterbänke der Wohngeschosse
In den vorhandenen und neu herzustellenden Öffnungen der Fassade werden ein- und doppelflügelige Kunststofffenster gemäß Auflagen der Denkmalschutzbehörde eingebaut. Sämtliche Fenster und Fenstertüren entsprechen den Richtlinien des Institutes des Fensterbau Rosenheim e. V. und erfüllen den erforderlichen Wärmeschutz. Die Außenfensterbänke werden in Anlehnung an das historische Vorbild ausgeführt. Die Innenfensterbänke bestehen aus Holz oder Naturstein (Jura-Marmor). Fenster.
Fenstertüren der Penthouseebene
Die Fenster und Fenstertüren der neuen Dachaufbauten werden als Alu-Glas-Elemente eingebaut. Einige großflächige Elemente werden als Festverglasung ausgeführt.
Türen
Die Hauseingangstüren der Hauptgebäude werden als einflüglige Alu- Glas- Türen oder Holztüren ausgeführt. Die Farbgebung wird auf die Vorgaben der Denkmalbehörde abgestimmt. Die Wohnungseingangstüren werden als beschichtete Vollholztüren mit Sicherheitsdrückergarnitur und Stahlzarge entsprechend den Schallschutzanforderungen ausgeführt. Innerhalb der Wohnungen werden Röhrenspantüren mit kunststoffbeschichteter oder mit lackierter Oberfläche sowie Alu-Drückergarnitur und Stahlumfassungszarge ausgeführt.
Schließanlagen
Die Schließanlage wird als Hauptschlüssel-Schließanlage mit Profilzylindern, Sicherungskarte und Aufbohrschutz im Zylinderkern ausgeführt. Je Wohnung wird es 4 Gruppenschlüssel für Hauseingangs-, Wohnungseingangs- und Abstellraumtür im Keller geben.
Klingeltableau
Das Klingeltableau mit Gegensprechanlage und Kamera wird im Bereich des jeweiligen Zugangs angeordnet.
Briefkastenanlagen
Eine Briefkastenanlage aus Stahl (deutsches Markenfabrikat) wird im Eingangsbereich montiert.
Müllbehälter
Müllbehälter werden vom städtischen Unternehmen gestellt. Diese stehen auf einer gepflasterten Stellfläche. Die Entsorgung erfolgt durch das städtische Unternehmen.
Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärinstallation
Hausanschlüsse
Im Hausanschlussraum im Kellergeschoss befinden sich die jeweiligen Hausanschlüsse, die Kabel-TV, Telefonverteilung und Elektrozähler. Die Hausanschlüsse für Trinkwasser und Gas werden neu hergestellt. In den Wohnungen werden Kalt- bzw.Warmwasserzähler installiert.
Heizung
Zur Sicherstellung der Wärmeversorgung bei nicht ausreichender Wärme aus regenerativer Versorgungstechnik wird für das Gesamtobjekt ein Fernwärmeanschluss installiert. Diese Fernwärme wird aus Müll als Brennstoff erzeugt. Die Warmwasserbereitung erfolgt zentral über ein Speicherladesystem. Für die Raumheizung werden Fußbodenheizung und Ventilkompaktheizkörper eingesetzt. Die Dimensionierung der Heizflächen erfolgt entsprechend Heizlastberechnung. Das Heizungsrohrnetz wird aus Stahl schwarz oder C-Stahl mit Isolierung entsprechend Energieeinsparverordnung ausgeführt. Die Verbrauchserfassung der Wärme erfolgt Wohnungsweise über Wärmemengenzähler.
Lüftungstechnik
Jede Wohneinheit wird je nach Größe und damit zur Sicherstellung des hygienischen Mindestluftwechsels mit ein bis zwei dezentralen Lüftungsgeräten mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Durch die Wärmerückgewinnung wird die in der Abluft enthaltene Wärme zur Vorwärmung der nachströmenden Außenluft genutzt. Die Außenluft wird gefiltert und in Heizperioden über die im Raum vorhandenen Heizflächen (Fußbodenheizung und Kompaktheizkörper) erwärmt. Die Luftvolumenströme jeder Wohneinheit sind stufenweise über separate Regelungen je dezentralem Gerät durch den Eigentürmer/Bewohner individuell auf die gewünschten und technisch möglichen Erfordernisse einzustellen. Dadurch ist die Lufthygiene in den Wohnungen gewährleistet.
Sanitärtechnik
Die Wohneinheiten erhalten eine Anschlussmöglichkeit mit festem Zu- und Ablauf für eine Waschmaschine im Bad oder Hauswirtschaftsraum. Das Trinkwasserrohrnetz wird als Edelstahl- und Metallverbundrohrsystem mit Isolierung entsprechend Energieeinsparverordnung ausgeführt. Als Schmutzwasserrohrleitungen werden ineralverstärkte PP und SML- Rohrleitungen installiert. Die Verbrauchserfassung erfolgt Wohnungsweise über Kalt- und Warmwasserzähler.
Elektroinstallation
Hausanschlüsse
Sämtliche Aufgänge der Gebäue erhalten jeweils einen Hausanschluss.
Niederspannungsschaltanlagen
Je Wohn- und Gewerbeeinheit sowie für die Allgemeinflächen ein Zähler in einem elektrischen Betriebsraum installiert. Niederspannungsinstallationsanlagen Ausgehend vom Zählerschrank wird der Mieterkeller und je Wohn- und Gewerbeeinheit eine Unterverteilung in der Einheit eingespeist. In den Wohneinheiten erfolgt eine Installation nach gehobenem Standard, was sich in der Anzahl und der Qualität der Einbaugeräte (Steckdosen, Schalter etc.) zeigt. Zudem sind ein Herd- und Spühlmaschinenanschluss vorgesehen. Der Ausbau der Gewerberäume wird an die individuellen Anforderungen des Nutzers angepasst. Alle übrigen Räume und Bereiche werden entsprechend elektrisch versorgt. Am Eingang jeder WE wird eine Türsprechanlage mit Monitor zur bildlichen Darstellung des Klingelnden am Eingang des zugehörigen Zuganges installiert. Die Kamera wird in die Klingelanlage am Zugang zum Treppenhaus integriert.
Beleuchtungsanlagen
In den Funktionsräumen, den Technikräumen, den Flurbereichen sowie in den Treppenhäusern wird eine Allgemein- und eine Sicherheitsbeleuchtung vorgesehen. Für die Flurbereiche ist eine intelligente tageslicht- und präsensabhängige Beleuchtung vorgesehen.
Blitzschutz- und Erdungsanlagen
Der Potentialausgleich wird über einen je Bauteil neu installierten Ringerder hergestellt. An diesen wird die externe Blitzschutzanlage gemäß den gültigen Normen angeschlossen. Als Innerer Blitzschutz wird der Grobschutz an den Zähleranlagen installiert.
Telekommunikationsanlagen
Je Wohneinheit sowie für die Gewerbeeinheiten wird sternförmig eine Leitung aus den Technikräumen in die Wohneinheiten vorinstalliert. Den Bewohnern bleibt es überlassen, welchen Telefonanbieter sie wählen. In den Wohneinheiten wird der Telefonanschluss an 2 Stellen zur Verfügung gestellt. Eine IT- Verkabelung in den Wohneinheiten ist nicht vorgesehen. Gleiches gilt für die Gewerbeeinheiten. Hier ist die IT- Verkabelung abhängig von der gemieteten Fläche und dem Raumzuschnitt und erfolgt in Eigenregie des Bewohners.
Ausstattung der Wohnräume
Die Ausstattung der Räume erfolgt lt. DIN mit Schalterprogramm Busch-Jäger (elektroweiß) o. gl.
RWA - Anlagen
In den Treppenhäusern werden zur Entrauchung RWA-Anlagen installiert.
Aufzugsanlagen
Die Bauteile 1, 2 und 3 erhalten je Treppenhaus einen Aufzug mit Haltepunkten je Etage bis zur 4. Geschossebene.
Technischen Anlagen in Außenanlagen
Für die Zufahrtsbegrenzung des Areals ist eine automatische Schrankenanlage vorgesehen.
Einsatz moderner Gebäudetechnik
Es ist geplant, das Gebäude mit einer solarthermischen Anlage auszustatten. Diese dient zur Trinkwasservorwärmung. Ergibt eine Vorprüfung, dass der Einsatz weiterer regenerativer Energietechniken sinnvoll ist, wird die solarthermische Anlage vergrößert, um neben einer solaren Trinkwassererwärmung auch die Raumheizung solar unterstützen zu können. Hierzu werden Pufferspeicher in technisch sinnvoller Größe eingesetzt.
Schlussbemerkung
Änderungen aufgrund technischer und gestalterischer Möglichkeiten bzw. aufgrund behördlicher Auflagen bleiben vorbehalten. Ebenso Änderungen die keine Minderung in Bezug auf Eignung und Qualität darstellen. Die sanitären Einrichtungen gehören zum Leistungsumfang des Verkäufers. Die in den Grundrissen dargestellten Möblierungen/ Einbauten (Kamine) sind lediglich Einrichtungsvorschläge des Architekten und kein Bestandteil des Lieferumfanges.
Ausstattungsliste
Oberflächenqualitäten der Loftwohnungen
Wandfliesen
Im Bad und Gäste-WC ca. 2.00 m hoch. In der Küche 60 cm Fliesenspiegel (15 x 15 cm) über Arbeitsfläche. Farbgebung der Fliesen weiß bzw. Standardfarben 15 x 15 cm bzw. 15 x 15 cm, hell verfugt. (Bruttomaterialpreis 20,- €/m2)
Fußbodenbeläge
Alle Wohnräume erhalten einen schwimmenden Heizestrich. Außer in den Räumen Bad, WC, HWR und Abstellraum, die gefliest werden, erhalten alle Räume und Galerieebenen einen massivem Industrie- Parkettboden (Bruttomaterialpreis 25,- €/m²). Küchen, Bad/WC, Gäste-WC, HWR und Abstellraum erhalten einen Fliesenbelag (Bruttomaterialpreis 20,- €/m²).
Ausstattung - Sanitärtechnik
Die Sanitärkeramik wird als Markenobjekte von Keramag in Standardfarbe weiß ausgeführt. Die Armaturen werden als Markenfabrikat von Friedrich Grohe ausgeführt, Ausführung-Chrom.
Badewanne/Dusche
Badewanne, Serie Conoduo von Kaldewei, aus emailliertem Stahlblech, 170 x 75 cm auf Wannenträger; Einhebelwannenfüll-Batterie, Unterputzinstallation, Serie Essence ; Duschtasse, 90 x 90 cm, Fabrikat BFD mit Rutschhämmung „Safe“, aus Acryl; Einhebeldusch-Batterie, Unterputzinstallation, Serie Essence; Brauseschlauch mit Brausekopf und Duschgestänge, Serie Rainshower 130mm Cosmopolitan; Echtglas- Duschabtrennungen, Fabrikat Diversign Serie Malta
WC-Becken
WC- Becken, Serie Renova Nr.1 Plan, als Tiefspüler, wandhängend aus Porzellan WC- Sitz; Ausführung mittelschwer, Kunststoff, weiß, Scharniere Edelstahl mit Absenkautomatik, Serie Renova Nr.1; Wc- Drückerplatte aus Kunststoff, Fabrikat Skate Cosmopolitan, Farbe weiß
Waschtische
Waschbecken für Gäste-WC, Serie Renova Nr.1 Plan, 55 cm breit mit Einhebel- Mischbatterie, Serie Essence Waschtisch für Bad/WC, Serie Renova Nr.1 Plan, 60 oder 65 cm breit mit Einhebel-Mischbatterie, Serie Essence
Kamin
Für alle Penthousewohnungen wird, vorbehaltlich der technischen Voraussetzungen, die Aufstellung eines Kamins vorgehalten. Die Festlegung des Standortes richtet sich nach den technischen Möglichkeiten im Rahmen der baulichen Umsetzung.
aufgestellt, am 12.07.2011P. Chassen





